Donna
Was für unglaubliche Frauen ich kennen gelernt habe! Ich möchte ihnen allen ein Kränzchen winden und mich bei ihnen bedanken. Sie haben mein Leben bereichert, mir ihre Aufmerksamkeit, ihre Güte, ihr Verständnis, ihre Liebe geschenkt. Dank ihnen erfahre ich viel über mich selber, reflektiere mich und entwickle mich weiter. Sie machen mein irdisches Dasein bunter, schriller, spannender, aufregender, intensiver und knalliger. Viele von ihnen bewundere ich, weil sie es schaffen, ihrem oft drögen Alltag ein Lachen, ein Zwinkern, ein Schulterzucken und ein paar rote Stöckelschuhe abzugewinnen. Ich habe grosse Hochachtung vor allen Müttern, egal ob in bezahltem Arbeitsverhältnis plus Familie, also ein Marathon, der auch nach 42 Kilometern nicht endet, oder mit 24-Stunden-Job als Hausfrau, Partnerin, Putzfrau, Krankenschwester, Psychologin, Hausaufgabenaufsicht, Köchin, Wäscherin, Büglerin, Event Managerin, Trösterin, Zuhörerin, Coach, Sexbombe, Einkäuferin, Buchhalterin, Ausmisterin, Handwerkerin, Taxifahrerin, Hundeführerin, Innenarchitektin, Floristin, Kosmetikerin, Geschichtenerzählerin und ich weiss nicht was sonst noch. Übermenschliches jedenfalls! Eine Reverenz mache ich vor allen Frauen, die, gewollt oder ungewollt, ihr Leben alleine meistern, ohne Verbitterung und ohne jammern. Tausend Dinge fallen ihnen ein, um den Tag auszufüllen, sie erfreuen sich ihrer Ungebundenheit, fläzen sich auf dem Sofa und in der Badewanne wann immer ihnen danach ist, sie treffen Freunde und giessen die Blumen der Nachbarn, sie vergnügen sich mit Hobbies, veranstalten Balkon-Parties und telefonieren stundenlang bei Liebeskummer und anderen Krankheiten. (Nicht, dass die Mütter und Familienoberhäupterinnen dies nicht ebenfalls könnten, sie kriegen es bloss nicht in ihre 24 Stunden gepackt!) Und all dem nicht genug, schaffen es viele von diesen Zauberinnen auch noch, sich weiterzubilden, sich Themen zu widmen wie Philosophie, alternativen Heilmethoden oder Ikebana, Kalligraphie, Heilkräutern; sie holen sich einen Segelschein, legen einen Bauerngarten an, singen im Opernchor oder sind Meisterbäckerinnen. Sie engagieren sich bei Frauenanliegen und im Schulbeirat, pflegen die Eltern und machen Krankenbesuche. Sie alle tragen dazu bei, meinen Horizont zu erweitern, meinen Geist zu fordern und zu fördern, mein Herz zu berühren. Ihr seid die prächtigsten Blumen auf dieser Erde, ebenso stark wie zart wachst und gedeiht Ihr nach jedem Regen noch aufrichtiger und unerschütterlicher der Sonne entgegen. Frauen, und dazu zählen auch meine Töchter, Ihr seid das Licht der Welt. Ihr seid es trotzdem, trotz oder gerade weil es Euch die Männer nicht immer leicht machen und ich will jetzt keine #metoo Debatte eröffnen.
Bevor ich nun ganz und gar dem Hohelied verfalle und mich an der Lobpreisung berausche, ein kurzer Gruss an diejenigen, die mich verkauft und verraten, hintergangen, betrogen und belogen haben: nein, Ihr habt es nicht geschafft! Im Gegenteil, ich wünsche Euch das Beste, denn Ihr braucht es am meisten. Und auch Euch danke ich für das, was Ihr mich gelehrt habt. Gott, Göttin, ich klinge wie ein Priester! Ich meine, Priesterin. Deshalb darf, nein, muss ich jetzt am Wein nippen*. Soviel Gutes und Nettes, da wird man ja kirre. Salute.
*und Ihr, die Ihr mich wirklich kennt, wisst, was das bedeutet😂
Mein Tipp: Misfits - unvergessen, unerreicht
https://youtu.be/Um_d86f4SGI